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Musiktherapie Rendsburg

Therapieformen

Musiktherapie findet in unterschiedlichen Formen statt. Wenn Sie sich für eine Musiktherapie interessieren, finden wir während eines ersten kostenlosen Gespräches gemeinsam heraus, welche Form geeignet ist. Einige private Krankenversicherungen übernehmen anteilig die Kosten dafür, bei den gesetzlichen Krankenkassen ist das nicht der Fall. Sie brauchen weitere Informationen? Dann rufen Sie einfach an.

Musiktherapie mit behinderten Menschen

Hier ein paar Eindrücke aus der Praxis:

Spreche ich diese Menschen mit gesprochenen Worten an, dann bekomme ich  wenig Rückmeldung. Setze ich Klänge, Rhythmus oder singende/ improvisierende Stimme ein, zeigt sich viel eher eine deutliche Regung. So kommen wir miteinander ins „Gespräch“.

Ich stelle eine klingende Frage und beobachte, ob ich eine Antwort erhalte. Wenn ich keine Antwort erkennen kann, versuche ich es weiter, vielleicht verändere ich etwas. Wenn ich Antwort wahrnehme, dann geschieht das durch Mimik, Augenbewegungen, Atemrhythmus, Körperspannung … oder Laute. An dieser Stelle versuche ich, achtsam zu erspüren oder zu erkennen, ob die Antwort eine bejahende ist oder eher Widerstand ausdrückt.

Dementsprechend bringe ich neue Klänge oder Rhythmen in unseren Austausch ein. Manchmal entsteht ein besonderes aufeinander-eingestimmt-Sein.

(Wiebke Zimmermann)

Ziele der Musiktherapie im palliativen Setting:

Förderung von Lebensqualität und Erleben von Freude

Erleben positiver sinnlicher Erfahrungen mittels der Musik trotz der belastenden Krankheitssituation

Entdeckung kreativer Ressourcen, die jenseits von Krankheit und Schmerz vorhanden sind

Linderung von Schmerz

Entspannen und Zur-Ruhe-kommen mit Klängen

Ermöglichung eines nonverbalen Ausdrucks von Gefühlen wie Trauer, Angst und Wut, um sie zu bearbeiten und einen anderen Umgang damit finden zu können

Finden von Ausdrucksmöglichkeiten für spirituelle Gefühle

(aus dem  Flyer des DMtG Bundesarbeitskreises Musiktherapeutinnen und Musiktherapeuten in der Onkologie/Hämatologie und Palliative-Care)

(www.musiktherapie-onkologie.net)

Eine besondere Chance bietet die musikgeleitete Biografie- Arbeit.

In jeder Biografie gibt es eine Anknüpfung zum Erleben von Musik: Gesang der Mutter für das Kleinkind, Kommunion/Konfirmation, die erste Tanzstunde, der erste Tanz mit dem Ehepartner, Hochzeit, Feste mit Freunden – Musik begleitet uns bei vielen Anlässen durch das ganze Leben. Jede Erinnerung weckt unterschiedlichste Gefühle, die therapeutisch mittels Musikspielen (Patienten selbst oder ich spiele /improvisiere und lasse mich dabei von meiner durch fundierte Ausbildung geschulten Intuition leiten) bearbeitet werden können. Dieser gemeinsame behutsam geleitete Gang durch die Biografie des Patienten würdigt die Lebensleistung und hilft dabei, schrittweise Abschied zu nehmen.

(Margret Schicht)

In der Begegnung mit schwerkranken und sterbenden Menschen soll eine Atmosphäre geschaffen werden, in der Entspannung , eine Lebensrückschau  und  eine tröstliche Erfahrung  möglich sein können.  

Die Klänge z.B. der Schlitztrommel können im besonderen Maße eine Atmosphäre  von Geborgenheit und Harmonie schaffen, in der es den Menschen möglich sein kann, einmal Schmerzen und Ängste loszulassen.

(Bärbel Zulauf)

                                  

 

Musiktherapie mit demenzerkrankten Menschen

Bei einer Gruppensitzung biete ich das Singen von bekannten Liedern und das rhythmische Begleiten mit einfachen Instrumenten an.
Es werden vor allem biographisch relevante Lieder der Bewohner gesungen, wie z.B. Volkslieder Schlager, Shantys.
Bei der Auswahl der Lieder berücksichtige ich sowohl die vorhandenen Fähigkeiten und die Vorlieben der Teilnehmer als auch die jeweilige Stimmung in der Gruppe.
Wichtig ist dabei auch die persönliche Ansprache und der nahe, direkte Kontakt, um die Menschen zu erreichen und Begegnung erlebbar zu machen.
Es ist immer wieder ein Geschenk für mich die Vitalisierung und die Freude zu erleben, die durch die Musik ausgelöst wird.

Die Potentiale der Musiktherapie dabei sind:
- Zugang zu emotionalem Erleben, Erleben von Kompetenzen und Fähigkeiten, Stärkung der Identität
- Unterstützung von Orientierung, Linderung von Unruhe und Angst
- Motivation zu Bewegung, Vitalisierung
- Erleben von Gemeinschaft und einer emotional einhüllenden Atmosphäre

(Luzia von Somogyi)

Spielen mit Musik

Das Spielen mit Musik hilft besonders bei kindlichen Auffälligkeiten,,z.B. bei Hörverarbeitungsstörungen, Aufmerksamkeitsdefiziten,Integrationsschwierigkeiten oder anderen Regulationsstörungen.Die Kinder erleben Erfolge, musikalische Kompetenzen und erfahren, wie wichtig sie als Person z.B. mit ihrem Instrument in der Gruppe sind. Dieses Erleben dient der Stärkung des Selbstbewusstseins, der Spielfreude und schafft Mut zur Kreativität.

 

Tanzen mit behinderten Erwachsenen

Das Tanzen in der Arbeit mit behinderten Erwachsenen hat reichhaltiges Potential, die Menschen zu einer schöpferischen Gestaltung anzuregen. Das Zusammenwirken von Musik und Bewegung beinhaltet eine unerschöpfliche Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten.

Die Tanzenden werden in hohem Maße angeregt, Bewegung zu erfinden und mit dem körperlichen Ausdruck zu experimentieren. Dabei kann beobachtet werden, welche Wirkung Musik und Bewegung auf einander haben, was geschieht z.B., wenn langsame und zarte Klänge ein langsames Durch-den Raum-Schweben bewirken, oder ein Party-Song wilde Ausgelassenheit produziert. Wie nehmen sich die Einzelnen wahr und welches Miteinander entsteht, wenn einerseits freies Tanzen im Mittelpunkt steht oder andererseits eine Choreographie die Schrittfolge vorgibt und wie verändern sich dann die Interaktionsprozesse? Die Menschen werden angeregt, verschiedene Rollen zu übernehmen, zu führen und zu folgen und Annäherung und Abgrenzung zu gestalten. Die Tanzgruppe findet regelmäßig 2x im Monat in Rendsburg (Haus LeVi)  statt. Bitte erfragen Sie die Termine  unter der Tel. 04331- 27677 (Musiktherapie Rendsburg)